Hilfeplangespräch bei Schulbegleitung: Ablauf und Vorbereitung
Hilfeplangespräch bei Schulbegleitung: wer dabei ist, worüber gesprochen wird und wie Sie sich als Eltern gut darauf vorbereiten.
Wer eine Schulbegleitung bekommt, wird früher oder später zu einem Hilfeplangespräch eingeladen. Viele Eltern sind davor nervös. Das muss nicht sein: Das Gespräch ist dafür da, gemeinsam zu klären, was Ihr Kind braucht. Ihre Sicht als Eltern ist dabei besonders wichtig.
Was ist ein Hilfeplangespräch?
Bei einer Schulbegleitung über das Jugendamt (§ 35a SGB VIII) wird ein Hilfeplan aufgestellt und regelmäßig überprüft (§ 36 SGB VIII). Beim Träger der Eingliederungshilfe (SGB IX) heißt das Gegenstück Gesamtplanverfahren, oft mit einer Gesamtplankonferenz. Der Gedanke ist derselbe: Alle Beteiligten legen gemeinsam Ziele fest und schauen später, was erreicht wurde.
Wer ist dabei?
die Fachkraft des Amts, die das Gespräch leitet,
Sie als Eltern und, je nach Alter, Ihr Kind,
oft der Träger der Schulbegleitung, manchmal auch die Begleitung selbst,
je nach Fall die Schule oder weitere Fachleute, etwa aus der Therapie.
Worüber gesprochen wird
Wie geht es Ihrem Kind in der Schule, was läuft gut, was ist schwierig?
Welche Ziele gelten für die nächste Zeit, zum Beispiel mehr Selbstständigkeit im Unterricht oder weniger Konflikte in der Pause?
Welche Unterstützung ist dafür nötig, in welchem Umfang und wie lange?
Wann wird wieder überprüft?
Grundlage ist oft ein Entwicklungsbericht des Trägers. Darin beschreiben wir, wie sich Ihr Kind entwickelt hat und wo es noch Unterstützung braucht. Sie erhalten den Bericht vorab.
So bereiten Sie sich vor
Notieren Sie, was Ihnen seit dem letzten Gespräch aufgefallen ist, zu Hause und aus der Schule.
Überlegen Sie, welche Ziele Ihnen wichtig sind. Konkrete Beispiele helfen mehr als allgemeine Wünsche.
Lesen Sie den Entwicklungsbericht und notieren Sie Fragen oder Punkte, die Sie anders sehen.
Sprechen Sie vorher mit Ihrem Kind: Was möchte es selbst? Ältere Kinder können ihre Sicht oft gut selbst einbringen.
Bringen Sie aktuelle Berichte mit, etwa von Ärzten oder Therapeuten.
Nach dem Gespräch
Die Ergebnisse werden im Hilfeplan festgehalten. Sie haben das Recht, ihn zu lesen. Stimmt etwas nicht mit dem Besprochenen überein, sagen Sie es. Auf Grundlage des Hilfeplans entscheidet das Amt über die weitere Bewilligung. Mehr dazu im Artikel Schulbegleitung verlängern.
Häufige Fragen
Wie oft findet ein Hilfeplangespräch statt?
Das legt das Amt fest. Üblich ist mindestens einmal im Jahr, häufig vor Ablauf der Bewilligung.
Darf ich jemanden mitbringen?
In der Regel ja, etwa eine Vertrauensperson oder einen Dolmetscher. Sagen Sie dem Amt vorher Bescheid.
Sie suchen eine Schulbegleitung?
Wir begleiten Kinder in Stadt und Kreis Offenbach, Frankfurt, Rüsselsheim, Wiesbaden und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an: 0176 316 16244.
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