Träger für Schulbegleitung: Worauf achten?

Träger für Schulbegleitung wählen: Welche Fragen Eltern stellen sollten, woran Sie einen guten Träger erkennen und wie Sie Ihren Wunsch beim Amt äußern.

Kurz gesagt: Sie dürfen sich den Träger für die Schulbegleitung Ihres Kindes wünschen. Das Amt soll den Wunsch berücksichtigen, wenn dadurch keine unverhältnismäßigen Mehrkosten entstehen. Ein guter Träger fällt vor allem durch drei Dinge auf: eine feste Ansprechperson, eine sorgfältige Auswahl der Begleitung und eine verlässliche Vertretung.

Warum der Träger so wichtig ist

Die Bewilligung legt fest, wie viele Stunden Ihr Kind begleitet wird. Wie gut das im Alltag klappt, hängt aber stark vom Träger ab. Er sucht die Begleitung aus, bereitet sie auf Ihr Kind vor und ist da, wenn es einmal nicht rund läuft. Für Ihr Kind macht das oft den Unterschied zwischen einer Hilfe, die trägt, und einer, die ständig wechselt.

Dürfen Eltern den Träger selbst wählen?

Ja, Sie dürfen einen Wunsch äußern. In der Jugendhilfe steht das Wunsch- und Wahlrecht in § 5 SGB VIII, in der Eingliederungshilfe gilt § 8 SGB IX. Das Amt soll Ihrem Wunsch folgen, solange er nicht deutlich teurer ist. Am einfachsten nennen Sie den gewünschten Träger schon im Antrag oder im Gespräch mit dem Amt. Sie können sich auch direkt beim Träger melden, der stimmt sich dann mit dem Amt ab.

Acht Fragen an einen Träger

  • Wer ist mein Ansprechpartner? Gut ist eine feste Person, die Sie direkt erreichen.

  • Wie wird die Begleitung ausgewählt? Achten Sie darauf, ob nach dem Bedarf und nach der Passung zu Ihrem Kind ausgewählt wird.

  • Gibt es ein Kennenlernen vor dem Start? Ihr Kind sollte die Begleitung kennen, bevor der erste Schultag kommt.

  • Wie wird die Begleitung vorbereitet? Fragen Sie nach Einarbeitung und danach, ob sie Informationen zu Ihrem Kind schriftlich bekommt.

  • Wer begleitet die Begleitung? Fachliche Anleitung und regelmäßige Supervision helfen, wenn es schwierig wird.

  • Was passiert bei Krankheit? Fragen Sie, wie schnell Sie Bescheid bekommen und ob es eine Vertretung gibt.

  • Wie läuft der Austausch? Klären Sie, wie oft Sie mit Begleitung, Schule und Träger sprechen.

  • Sind die Formalien geprüft? Jede Begleitung braucht ein erweitertes Führungszeugnis und den Nachweis über den Masernschutz.

Woran Sie im Gespräch einen guten Träger erkennen

Ein guter Träger hört zuerst zu. Er fragt nach Ihrem Kind, nach seinen Stärken und danach, was in der Schule schwierig ist. Er sagt ehrlich, ob und ab wann er eine passende Begleitung hat, statt alles sofort zu versprechen. Und er erklärt Ihnen, an wen Sie sich wenden, wenn es Fragen gibt.

Hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl. Sie werden mit dem Träger oft ein ganzes Schuljahr oder länger zusammenarbeiten.

Und wenn es nicht passt?

Passt es zwischen Kind und Begleitung nicht, sprechen Sie zuerst mit dem Träger. Oft hilft schon ein klärendes Gespräch, manchmal ist eine andere Begleitung die bessere Lösung. Klappt die Zusammenarbeit mit dem Träger insgesamt nicht, können Sie mit dem Amt über einen Wechsel sprechen. Wie die Zusammenarbeit im Alltag gelingt, lesen Sie im Artikel Eltern, Schule und Schulbegleitung im Team.

So arbeiten wir bei Empower You

Bei uns haben Sie mit unserer Pädagogischen Leitung eine feste Ansprechperson. Wir wählen die Begleitung nach Bedarf und Passung aus, bereiten sie mit einem schriftlichen Leitfaden auf Ihr Kind vor und lernen uns vor dem Start kennen. Bei Ausfall informieren wir Sie früh und organisieren nach Möglichkeit eine Vertretung. Mehr dazu auf der Seite Für Eltern.

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Wir begleiten Kinder in Stadt und Kreis Offenbach, Frankfurt, Rüsselsheim, Wiesbaden und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an: 0176 316 16244.

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